Laut der Deutschen Telekom besitzen gegenwärtig 92 % der deutschen Haushalte einen DSL-Anschluss. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass DSL für ca. 3,5 Mio. Haushalte technisch nicht verfügbar ist. Diese DSL-Löcher finden sich zumeist in den östlichen Bundesländern und im ländlichen Raum. Doch was tun, wenn kein DSL verfügbar ist? In jedem Fall muss nicht auf schnelles Internet verzichtet werden, wie die folgenden Alternativen zeigen. Die erste Alternative ist eine UMTS-Flatrate, die von verschiedenen Betreibern, wie Vodafone, T-Mobile oder O2, angeboten wird. Einen großen Vorteil dieser Flatrate bietet ihre mobile Nutzung. Ein UMTS-Stick oder eine fest installierte UMTS-Karte ermöglichen einen mobilen Internetzugang über das Notebook. Jedoch erreicht man nur mit HSDPA das gleiche Geschwindigkeitsniveau wie bei DSL. Ein weiterer Nachteil ist die gegenseitige Beeinträchtigung der Nutzer, die sich, anders als bei DSL, in den HSDPA-Netzen die Gesamtbreite teilen. Aus diesem Grund gibt es bei UMTS-Flatrates oft Beschränkungen für das Datenvolumen. Wird dieses überschritten, senken die Anbieter die Geschwindigkeit für den restlichen Monat ab. Eine UMTS-Flatrate (7,2 Mbit/s) gibt es für ca. 20 Euro im Monat. Fazit: Für Vielsurfer, die oft mobil unterwegs sind.
Eine weitere Möglichkeit wäre, den Weg ins Internet über andere Funk-Lösungen zu beschreiten. Per Funk kommt das Breitband auch in Gegenden, in denen dies bisher noch nicht vorgedrungen ist. Dies kann über z. B. auch über WiMAX erfolgen. Jedoch ist WiMAX in Deutschland noch nicht so weit verbreitet. Auch die Internetverbindung via Fernsehkabel ist eine weitere DSL-Alternative. Jedoch wird diese Variante noch nicht flächendeckend angeboten, auch wenn die Voraussetzung dafür – ca. 18. Mio. Haushalte sind derzeit mit Kabelfernsehen ausgestattet – gegeben sind. Ein großer Vorteil des Fernsehkabels ist, dass es große Bandbreiten ermöglicht und kaum Störungen auftreten. Ein Manko ist hingegen die geringe Auswahl an Anbietern, die dem Nutzer in einer Region zur Verfügung steht. In der Regel können die Kunden je nach Bedarf eine geringe oder eine schnelle Internetverbindung wählen. So bietet beispielsweise Kabel BW ein Telefon- und Internet-Komplettpaket inklusive Surf- und Telefonflatrate mit einer Geschwindigkeit von 6 MBit/s für 19,90 Euro im Monat an. Fazit: Für unbegrenztes Surfen – sowohl für Viel- als auch für Wenignutzer. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es kaum allerlei Ersatz für DSL gibt. Man muss bei den Alternativangeboten jedoch einige Einschränkungen in Kauf nehmen – sei es bei den Kosten oder der Geschwindigkeit. Doch wenn die Komfortlösung DSL nicht zur Verfügung steht, sind diese Alternativen durchaus hilfreich.
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