Wer ins Internet gehen möchte, dem bieten sich viele Möglichkeiten, dies zu tun. Die Komfortvariante ist dabei noch immer der DSL-Zugang, aufgrund der hohen Geschwindigkeiten und niedrigere Kosten. Doch inzwischen gibt es noch eine andere Technik, die das Breitband-Internet ins Haus bringt: Das TV-Kabelnetz. Doch wie funktioniert der Internetanschluss via TV-Kabel? Wo liegen die Vorteile, wo treten Probleme auf? Diese Fragen soll der folgende Artikel klären, indem er Sie mit auf eine Reise, hinein in die wunderbare Welt des Kabelinternets, nimmt.
Trotz guter Voraussetzungen für eine flächendeckende Breitband-Internet-Versorgung via Kabel – ca. 18. Mio. Haushalte sind derzeit mit Kabelfernsehen ausgestattet – ist diese Variante des Internetzugangs noch immer ein Nischenprodukt. Dabei bietet das TV-Kabel durchaus verlockende Vorteile. Internetanschlüsse über TV-Kabel sind Standleitungen. Das heißt, dass der Kunde rund um die Uhr, durch den zeitlich unbegrenzten Zugang, online gehen kann. Um einen Internetanschluss zu ermöglichen, braucht es lediglich ein spezielles Modem, das zwischen Kabelanschluss und PC bzw. Telefon geschaltet wird. Darüber hinaus wird ein Anschluss an ein modernisiertes Kabelnetz, das über einen Rückkanal verfügt, vorausgesetzt. Die benötigte Hardware und deren Installation werden in der Regel von den Kabelanbietern zur Verfügung gestellt.
Auch bezüglich der technischen Konditionen bietet der Internetanschluss über Kabel Vorteile. Aufgrund der hohen Bandbreite werden Geschwindigkeiten erreicht, die deutlich über denen der DSL-Anbieter liegen. Oft stellen Kabel-Anbieter ihren Kunden für wenig Geld höhere Geschwindigkeiten als bei einem entsprechenden DSL-Anschluss zur Verfügung. So bietet Kabel BW ein Telefon- und Internet-Komplettpaket inklusive Surf- und Telefonflatrate mit einer Geschwindigkeit von 6 MBit/s für 19,90 Euro im Monat an. Für ein vergleichbares DSL-Angebot (1&1 Doppelflat 6000) muss der Kunde derzeit 29,99 Euro pro Monat zahlen.
Doch es gibt auch zahlreiche Gründe, die erklären könnten, warum Internet über TV-Kabel noch immer ein Nischenprodukt ist. Einer der Hauptgründe ist, dass viele Betreiber ihr Netz noch nicht rückkanalfähig gemacht haben. Investitionen in Milliardenhöhe werden benötigt, um ein Netz mit einem Rückkanal aufzurüsten. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass die an das Kabelnetz angeschlossenen User die gesamte Bandbreite gemeinsam nutzen. Das bedeutet: Je mehr Nutzer an einer Leitung hängen, desto langsamer die Internetverbindung.
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