Internet aus der Steckdose ist eine weitere Alternative zu DSL. Der Internetzugang wird hierbei über das Stromnetz realisiert. Nachteil ist jedoch, dass diese Variante bisher nur in wenigen Regionen und Städten zur Verfügung steht – darunter Dresden und Mannheim. Dabei birgt diese Variante zahlreiche Vorteile: Ein gut ausgebautes Stromnetz ist bereits vorhanden und reicht bis in alle Haushalte. Jedoch stellt es sich als schwierig heraus, einen hochfrequenten Datenkanal in die niederfrequente Stromleitung zu integrieren.
In der Praxis konnte sich das Internet aus der Steckdose in Deutschland bislang nicht durchsetzen. Die Chancen der Stromnetz-Technik, sich als DSL-Alternative am Markt zu etablieren, sind in Zeiten von UMTS und Kabel-Internet sehr gering. Dementsprechend haben bereits etliche Energieversorger wie E.ON, Nortel und RWE ihre Internet-via-Strom-Projekte eingestellt und sind nicht mehr als Internetanbieter aktiv. Als Gründe wurden immer wieder zu hohe Grenzwerte für elektromagnetische Strahlungen genannt. Ebenso gab es von Seiten der Bevölkerung Angst vor Elektrosmog. Wie aus einer Studie von Forrester Research über den deutschen Internet-via-Stromleitungen-Markt hervorgeht haben vor allen Dingen die undurchsichtige Preisgestaltung, die nicht garantierte Geschwindigkeit sowie die mangelhafte Flächendeckung dieser Technik dazu geführt, dass sich die Powerline-Technologie nicht ausbreiten konnte. Derzeit ist nur das Mannheimer Unternehmen Vype in diesem Markt aktiv.
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