Stellen Sie sich vor, Sie sind auf dem Weg zur Arbeit, sitzen in der U-Bahn und verschicken noch schnell eine E-Mail an einen Bekannten, laden Fotos Ihres letzten Urlaubs hoch und hören dabei Ihren Lieblingsradiosender. Und das alles über ihr Handy oder Notebook. Klingt gut, oder? UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) heißt hier das Zauberwort. Durch den Breitbandinternetzugang können viele Dinge bequem von unterwegs erledigt werden – egal ob man ein Video hochlädt, seine Kontakte in den Social Communities pflegt oder einfach nur durch das World Wide Web surft. UMTS ist ein Mobilfunk-Standard der 3. Generation und ermöglicht einen Downlink mit 384 Kbit/s sowie einen Uplink mit 128 Kbit/s. Die UMTS-Erweiterung HSDPA erreicht sogar eine Übertragungsrate von bis zu 7,2 Mbit/s, was durchaus mit DSL 6.000 vergleichbar ist. UMTS bietet zahlreiche Vorteile. So wird für die Nutzung des UMTS-Standards lediglich ein passendes Endgerät benötigt – sei es ein Mobiltelefon, Laptop oder der heimische PC. Der größte Vorteil ist und bleibt aber die mobile Nutzung. Mobiles Internet schafft Unabhängigkeit von Zeit und Raum. Nutzer können ohne zeitliche Beschränkung im Internet surfen – wann sie wollen, wo sie wollen, ohne noch auf Kabel oder WLAN-Hotspots angewiesen zu sein. Und das ohne aufwändige Installation. Ein UMTS-Stick oder eine fest installierte UMTS-Karte ermöglichen einen mobilen Internetzugang über das Notebook.
Doch so verleitend sich diese Vorteile anhören, so groß sind noch immer die Schwierigkeiten, die die Netzbetreiber mit dem UMTS-Standard haben. Der zögerliche Start und die immensen Kosten, die die Netzbetreiber für die UMTS-Lizenzen ausgegeben haben, wirken sich negativ auf den flächendeckenden Netzausbau aus. Noch immer ist ein großer Teil der Bevölkerung nicht mit dem UMTS-Standard versorgt. Darüber hinaus sind nur wenige Netze mit HSDPA ausgestattet. So werden die oftmals beworbenen Geschwindigkeiten von 7,2 Mbit/s nur selten erreicht.
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