Ein spezielles Problem aller Internetzugänge über UMTS besteht in der großen Verzögerungszeit. Die Serverantwort auf eine Anfrage dauert hierbei zehnmal so lange wie bei ADSL, wo eine Anfrage innerhalb einer 1000stel Sekunde bearbeitet wird. Auch bei den VoIP-Telefonaten müssen Einschränkungen hingenommen werden. Aufgrund der bereits geschilderten Verzögerungszeiten, wäre VoIP in technischer Hinsicht problematisch. Einige Anbieter, wie E-Plus, verbieten diese Technik in ihren Vertragsbedingungen sogar ganz. Der Internetzugang über UMTS rechnet sich vor allem dann, wenn andere Zugangsmöglichkeiten nicht zur Verfügung stehen. Wo keine DSL-Anbindung besteht, ist dies eine gute Alternative. So werden dem Nutzer für ca. 30 Euro im Monat Downloadgeschwindigkeiten auf DSL-Niveau geboten (Vodafone). Eine günstigere Alternative bietet O2 für monatlich 22 Euro. Jedoch muss der Nutzer hier ohne NSDPA und mit einer schlechteren deutschlandweiten Netzanbindung auskommen. Auch ist das mobile Internet für diejenigen attraktiv, die viel unterwegs sind und stets erreichbar sein müssen.
Trotz aller Schwierigkeiten gilt die UMTS-Technologie bereits als wichtiger Bestandteil der Mobilfunktechnik. Die künftige erfolgreiche und gewinnbringende Nutzung von UMTS hängt hauptsächlich von zwei Komponenten ab: die Netzabdeckung, die durch die Netzbetreiber bisher nur in Ballungsräumen gewährleistet wird, und die tatsächlichen Übertragungsraten, die noch weit von den beworbenen 7,2 Mbit/s liegen.
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